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Zum Artikel: Was gibt es beim Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung zu beachten? 14.04.2016

Was gibt es beim Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung zu beachten?

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Hunde sind treue Gefährten, sie können jedoch auch sehr temperamentvoll und manchmal unberechenbar sein. Fügt ein Hund einem Dritten einen, auch vom Halter unverschuldeten, persönlichen oder materiellen Schaden zu, greift die Privathaftpflichtversicherung des Hundehalters nicht. Dieser ist jedoch Schadensersatzpflichtig und kann für Schadenersatz in Anspruch genommen werden.

Die Lösung ist eine Hundehaftpflichtversicherung. Sie schützt den Hundehalter und gegebenenfalls mitversicherte Personen (z. B. Angehörige des Versicherungsnehmers) eines im Versicherungsvertrag genau benannten Hundes. Ausgenommen sind Hunde, die nicht zu privaten Zwecken gehalten werden. Hier muss eine spezielle Versicherung abgeschlossen werden. Wie die Privathaftpflichtversicherung deckt auch die Hundehaftpflichtversicherung Personen-, Sach- und Vermögensschäden von Dritten ab, soweit diese durch das versicherte Tier verursacht wurden. Ausgenommen sind Schäden, die durch Vorsatz oder höhere Gewalt verursacht werden. Der Versicherungsschutz erstreckt sich in der Regel auf das gesamte Bundesgebiet. Bei kurzen Auslandsaufenthalten sollte der Versicherer benachrichtigt werden. In dem Fall gilt der Versicherungsschutz auch für diese kurzen Auslandsaufenthalte. Hier ist es relevant, ob der Aufenthalt innerhalb oder außerhalb der EU stattfinden soll.

Ist die Schuldfrage nicht eindeutig geklärt, unterstützt der Versicherer den Versicherten, indem er den Sachverhalt sorgfältig prüft und im Falle eines unberechtigten Anspruches diesen auf eigene Kosten abwehrt. Ist der Anspruch berechtigt zahlt der Versicherer im Rahmen des Versicherungsvertrages den Schadenersatz an den Geschädigten. Die Höhe der Versicherungssumme ist dabei natürlich ein wichtiges Kriterium. Hier sollte nicht am falschen Ende gespart werden. Gerade Personenschäden können hohe Schadenersatzansprüche nach sich ziehen. Es ist daher ratsam, die Versicherungssumme großzügig zu wählen. Der Vertrag muss dadurch nicht zwangsläufig zu teuer werden. Eine sorgfältige Auswahl der abzusichernden Risiken und der Ausschluss unnötiger Leistungen können einen Ausgleich schaffen. Hierbei sollte allerdings der Rat eines Fachmanns gesucht werden.

Für Schäden, die durch Dritte wie z. B. Freunde, die mal mit dem Hund Gassi gehen, verursacht werden, stellt die Hundehaftpflichtversicherung übrigens den Versicherungsnehmer so, als würde der Dritte über eine eigene Haftpflichtversicherung verfügen.

Welche Fragen sollte man sich bei der Auswahl einer Hundehaftpflichtversicherung stellen? Wie lange wird Versicherungsschutz im Ausland gewährt? Was geschieht bei Tod des Versicherungsnehmers? Bleibt der Versicherungsschutz für die mitversicherten Personen erhalten? Wie werden Schäden an gemieteten Räumen, also unbeweglichen Sachen betrachtet und wie verhält es sich bei Schäden an gemieteten mobilen Einrichtungsgegenständen? Was passiert bei Schäden an Gärten, Weiden usw.? Besteht Versicherungsschutz während der Teilnahme an Hunderennen, -schauen oder anderen Turnieren und wenn ja, sind dann die gebrauchten Hundeschlitten, Hundekutschen oder ähnliche Fahrzeuge ebenfalls versichert? Sind Welpen nach der Geburt mitversichert und wenn ja, wie lange? Ist auch dann Versicherungsschutz gegeben, wenn der Hund weder an der Leine ist oder keinen Maulkorb trägt? Was passiert nach gewollten oder auch ungewollten Deck-Situationen? Ist ein privater Tierhüter mitversichert, der den Hund kurzzeitig betreut oder vorübergehend in Pflege hat? Werden Umweltschäden, gegenseitige Ansprüche oder Ansprüche von mitversicherten Angehörigen in der Deckung enthalten?

Bei der Auswahl eines geeigneten Versicherers können all diese Fragen sehr hilfreich sein. Jeder Hund ist einzigartig und daher ist jede Absicherung auch als Einzelfall zu betrachten.



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